Leuchtende Nachtwolken (Noctilucent Clouds)

Leuchtende Nachtwolken 22./23. Juli 2013 (Noctilucent Clouds July 22/23, 2013)

Zwischen Anfang Juni und Ende Juli eines jeden Jahres erscheinen in manchen Nächten silbrig, bläulich schimmernd feine Wolken tief am nördlichen Horizont.

Aufgrund bestimmter Verhältnisse in der oberen Erdatmosphäre ist es nur zu dieser Zeit im Sommer kalt genug, damit sich diese Wolken bilden können.

Diese „Leuchtenden Nachtwolken“, manche nennen sie auch „Nachtleuchtende Wolken“, leuchten jedoch nicht selbst. Aufgrund ihrer enormen Höhe über dem Erdboden von ziemlich genau 83 Kilometern werden sie auch mitten in der Nacht von der in den Sommermonaten nur knapp unter dem Horizont stehenden Sonne angestrahlt. Sie bestehen aus Eis und scheinen vor dem dunklen Nachthimmel zu leuchten. Bei Tageslicht sind sie nicht zu erkennen – ihre Helligkeit ist zu gering.

„Normale“ Wolken entstehen hingegen in wesentlich niedrigeren Höhen von bis zu wenig mehr als 10 Kilometern.

Meist erheben sich die Nachtwolken nur wenige Grad über den Horizont; ein Standort mit sehr guter Horizontsicht nach Norden ist deshalb als Beobachtungsplatz erforderlich.

Ihre Entstehung ist wissenschaftlich noch nicht restlos geklärt. Man geht davon aus, dass kleine Staubteilchen von Vulkanausbrüchen oder Meteoriten die Kondensationskeime für diese Wolken bilden.

Im Englischen bezeichnet man die Wolken als „Noctilucent Clouds“, kurz „NLC“, eine Abkürzung, die auch von deutschen Beobachtern häufig verwendet wird.

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